Wer wir sind

Johannes und Sven stehen hinter MONA & CO. Die beiden haben sich das Ziel gesetzt, leichte und hochwertige Mountainbikes für Kinder zu bauen. Wie Johannes und Sven auf die Idee gekommen sind MONA & CO zu gründen und warum das Projekt eine „Herzensangelegenheit“ für die beiden ist, verraten sie im Interview. 

Wie Bike-verrückt muss man sein, um eine Firma wie MONA & CO ins Leben zu rufen?

Sven: Sehr verrückt! Keiner würde freiwillig soviel Zeit für ein Projekt opfern, wenn er nicht voll dahinterstehen würde. Für viele Dinge bekommst Du nicht so einfach eine Antwort. Es gibt kein schlaues Buch, in dem Du nachlesen kannst, wie so etwas funktioniert. Das Entscheidende ist doch, wenn Du voll hinter einer Sache stehst, dann zählst Du nicht die Stunden, die Du dafür geopfert hast.

Johannes: Als ich 13 Jahre alt war, hat mich das Bike-Fieber voll erwischt. Mich haben Mountainbikes und das, was mit ihnen möglich ist, von Anfang an fasziniert. Meine Schulhefte aus dieser Zeit sind voll von Zeichnungen von Mountainbikes. Irgendwie stand wohl damals schon fest, dass ich irgendwann eine eigene Bike-Firma gründen muss. Ja, ich bin zu 100 % Bike-verrückt!

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, Mountainbikes für Kinder zu bauen?

Johannes: Als unsere Tochter langsam zu groß für ihr Laufrad wurde, habe ich mich auf die Suche nach einem Fahrrad für sie gemacht. Aber kein Modell hat mich voll und ganz überzeugt. Ich kam ins Grübeln, was ich denn anders machen würde. Zur dieser Zeit habe ich begonnen mich für Rahmenbau zu interessieren und besuchte einen Kurs. Danach war für mich sofort klar: Ich baue das Bike für unsere Tochter einfach selbst!  

Sven: Ich bin erst später dazu gestoßen. Mich hat die Idee von MONA & CO einfach fasziniert. Und je mehr Johannes über seine Idee erzählt hat, je mehr habe ich mich dafür begeistert. Immer wieder habe ich Johannes gefragt, wie es mit dem Projekt vorangeht. Irgendwann haben wir uns dann mal nachmittags getroffen, lange geredet und beschlossen, MONA & CO gemeinsam voranzutreiben.

Glaubt Ihr wirklich, dass es noch eine weitere Firma für Kinder-Mountainbikes geben muss?

Sven: Gute Kinder-Mountainbikes kann es nicht genug geben! Der Markt ist doch sehr überschaubar. Klar, einige Hersteller bieten Kinder-Mountainbikes an, doch meist sind sie nur Beiwerk im Erwachsenenprogramm. Wir bei MONA & CO bauen dagegen Bikes, die ausschließlich für Kinder entwickelt wurden. 

Johannes: Wir verfolgen bei MONA & CO einen sehr einfachen, aber konsequenten Ansatz: Die Kinder sollen maximalen Spaß mit unseren Bikes haben. Dafür haben wir eine kindgerechte Geometrie entwickelt und die Bikes so leicht wie möglich gebaut - ohne Zugeständnisse an die Robustheit. Wir haben nur Komponenten ausgewählt, die speziell für Kinder geeignet sind. Und das Beste: Da Kinder schnell wachsen, können auch unsere Bikes mitwachsen.

Wieso habt Ihr Euch gerade für Stahl als Rahmenmaterial entschieden?

Johannes: Stahl ist das perfekte Rahmenmaterial! Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind moderne Stahlrohrsätze richtig leicht. Stahl ist komfortabler als Aluminium und Carbon. Stahl ist robust und langlebig. Und da wir bei MONA & CO großen Wert auf gutes Design legen, haben wir die Rohrdurchmesser so gewählt, dass sie in ihren Proportionen ideal zu den kleinen Rahmengrößen passen. Auch das ist nur dank Stahl möglich.

Sven: Und im Vergleich zu Aluminium und Carbon lässt sich Stahl ressourcenschonender herstellen und verarbeiten. Das zusammen macht Stahl zu einem besonders nachhaltigen Rahmenmaterial.

Jetzt mal ehrlich: Kinder können doch mit jedem Bike Radfahren lernen...

Johannes: Unser gesamtes Konzept ist darauf ausgerichtet, dass Kinder so einfach wie möglich Radfahren lernen. Beispiel tiefes Tretlager: Hierdurch erreichen wir einen extrem niedrigen Schwerpunkt, dank dem die Kids richtig stabil „im Rad sitzen“. Von der kindgerechten Geometrie und dem geringen Gewicht profitieren die Kinder in jedem Gelände. MONA & CO baut zwar vollwertige Mountainbikes. Diese machen aber in der Stadt genauso viel Spaß wie auf dem Trail.

Sven: Mag sein, aber... neben der Geometrie ist vor allem das Gewicht entscheidend. Hierzu eine Beispielrechnung: Ein vierjähriger Junge wiegt rund 16 kg. Viele Kinderfahrräder für das Alter bringen über 9 kg auf die Waage. Auf einen Erwachsenen bezogen heißt das: Eine 80 kg schwere Person würde ein rund 45 kg schweres Bike fahren. Macht da Radfahren Spaß? Nein, bestimmt nicht.

Was macht Ihr in Eurer Freizeit, wenn Ihr Euch nicht gerade mit Kinder-Mountainbikes beschäftigt?

Sven: Dann beschäftige ich mich mit meinem Mountainbike...(lacht). Irgendwie komme ich an dem MTB-Thema auch in meiner Freizeit nicht vorbei, da meine Familie ebenfalls gerne Biken geht. Oft packen wir einfach unseren VW-Bus und los geht's Richtung Berge - etwas Besseres kann ich mir in der Freizeit nicht vorstellen. 

Johannes: Viel Zeit bleibt da nicht. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten gemeinsam mit meiner Familie. Außerdem gibt es immer irgendein Schrauber-Projekt: Meine Bikes, unseren VW-Bus, meine alte Vespa, etc. Ich freue mich auch schon darauf, demnächst mit unseren Kindern die Trails und Pumptracks in der Umgebung zu rocken!